Königsdorfer Segeflieger weltweit die Nummer eins
12. Oktober 2026
Über 15 Mal im lautlosen Flug um die Erde
Nachdem die Ligasaison der Segelflieger bereits Ende August beendet wurde, ist nun auch die Streckenflugwertung 2026 zu Ende gegangen. Die Königsdorfer Piloten konnten dabei 628.657 Kilometer, was mehr als dem 15 1/2 Erdumfang, oder mehr als der eineinhalbfachen Entfernung von der Erde bis zum Mond entspricht, nur mit Hilfe der Sonnen- und Windenergie zurücklegen. Erstmals in der Geschichte konnte ein Verein die magische Grenze von 600.000 Kilometer übertreffen. Seit 2016, sind die Königsdorfer zum siebten Mal damit der Verein mit den meist geflogenen Kilometer und holen sich den inoffiziellen Titel des Vereinsweltmeisters. Auf Platz zwei landete mit deutlichem Abstand der Gelderse Zweefvliegclub aus den Niederlanden, vor der Ass. Aéronautique Verdon Alpilles aus Frankreich, der SG Lägern aus der Schweiz und dem Minden Soaring Club aus den USA.
Viermal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze in den DMSt Einzelwertungen
Auch in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) waren die Königsdorfer wieder überaus erfolgreich. Allen voran Felix Herold, der nicht nur die Juniorenkonkurrenz, sondern bei den Senioren auch die Offene Klasse, in der es keine baulichen Beschränkungen für die Segelflugzeuge gibt, gewonnen hat. Er umrundete ein Dreieck mit 1144 km mit Wendepunkten in den Karawanken und im Mattertal bei Zermatt, sowie ein Viereck mit 1114 km bzw. 1100 km Flugstrecke. Ecki Wehnert erflog die Goldmedaille in der 15 Meterklasse, wo alle Flugzeuge mit maximal 15 Meter Spannweite gewertet werden. Mathias Schunk holte sich die Goldmedaille in der Doppelsitzer Klasse, gemeinsam mit seinen Copiloten David Techmer, Marcel Sohnius und Urs Mahnel. Schunk holt sich damit seit 2014 zum zwölften Mal eine Goldmedaille in der DMSt.
Silbermedaillen gab es für Benedikt Waegele, sowohl in der offenen Klasse, als auch in der Juniorenwertung, Andrea Abt in der Frauenwertung, Johannes Beyer in der 18 Meter Klasse, Armin Behrendt in der Doppelsitzerklasse und Andreas Weitz in der Standardklasse, der Pech hatte, dass bei seinem drittbesten Flug leider der Flugdatenrekorder versagt hatte, denn ansonsten hätte er gewonnen.
Weitz erflog sich zusätzlich die Bronzemedaille in der Juniorenwertung, womit das Siegerpodest hier rein aus SFZ Piloten besteht. Ebenfalls Bronze erflog sich Benjamin Bachmaier in der 15 Meter Klasse.
Königsdorfer Dreifachsieg in der Mannschaftswertung
Bei der Mannschaftswertung, bei der der jeweils beste Flug von drei Piloten eines Teams gewertet wird, konnte das SFZ Königsdorf seinen den Erfolg aus den letzten beiden Jahren, als man jeweils die ersten beiden Plätze belegte, noch toppen. Noch nie gelang es einem Verein die ersten drei Plätze hier für sich zu entscheiden. Dieses Kunststück gelang dem SFZ heuer und so ist das Siegerpodest ist eine interne Königsdorfer Wertung. Dazu kommen auf Platz vier und neun noch zwei weitere Königsdorfer Trios, so dass das SFZ sogar fünf Teams in den top ten stellt. Auch bei der Junioren Mannschaftswertung geht der Deutsche Meistertitel, wie bereits im Vorjahr mit Felix Herold, Benedikt Waegele und Andreas Weitz nach Königsdorf.
Tabelle der weltweiten Vereinswertung:
Platz
Verein (Land)
Flugkilometer
1
SFZ Königsdorf (DE-BY)
628658
2
Gelderse Zweefvliegclub (NL)
370484
3
Ass. Aéronautique Verdon Alpilles (FR)
366710
4
SG Lägern (CH)
361784
5
Minden Soaring Club (US)
310183
6
Lasham Gliding Society (GB)
290053
7
Lake Keepit Soaring Club (AU)
264727
8
SFZ Aachen (DE)
250105
9
Beverley Soaring Society (AU)
231674
10
Gliding Club of Victoria (AU)
229830