Hintergrundbild Segelflug

Königsdorfer Junioren erhielten Einladung nach Bitterwasser

12. Januar 2026

Königsdorfer Junioren erhielten Einladung nach Bitterwasser

Kaiserwetter über Namibia Königsdorfer Junioren erhielten Einladung nach Bitterwasser Während der Winter hierzulande das Oberland fest im Griff hat und die Sonne schon lange nicht mehr genug Kraft hat um den Königsdorfer Segelfliegern eine verlässliche Thermikquelle zu sein, zieht es so manchen eingefleischten Segelflugpiloten auf die Südhalbkugel. Im dortigen Sommer bieten sich vor allem in Namibia hervorragende Bedingungen für große Streckenflüge im motorlosen Flug. Eines der größten Segelflugzentrum der Südhalbkugel liegt in Bitterwasser, eine Farm, die ungefähr 300 Kilometer südlich von Namibias Hauptstadt Windhuk liegt. Der Flugplatz ist nicht mit einem europäischen Flugplatz vergleichbar. Geparkt werden die Segler unter Palmen gestartet und gelandet wird auf einer kreisrunden Salzpfanne mit etwa 3 km Durchmesser.

Segelflugparadies Namibia
Zwei Königsdorfer Nachwuchsegelflieger im Segelflugparadies Namibia, wo die Flugzeuge unter Palmen geparkt werden: v.l.n.r.: Trainer Luc Stalman, Andreas Weitz und Felix Herold

Junioren Förderpreis für Andreas Weitz und Felix Herold Für ihre hervorragenden sportlichen Leistungen im vergangenen Jahr erhielten die beiden Königsdorfer Nachwuchspiloten Andreas Weitz und Felix Herold eine kostenlose Einladung für einen Aufenthalt in Bitterwasser, wo sie teilweise im Doppelsitzer mit im Gebiet erfahrenen Trainern und teilweise in einsitzigen Segelflugzeugen eine Woche lang fliegen konnten. "Anstatt in der Wintermelanchonie zu verweilen, konnte man jetzt 8000 km südlich in Namibia einer der besten thermischen Bedingungen genießen", schwärmt Herold von dem Aufenthalt. "Bitterwasser war eine unfassbar Erfahrung, völlig surreales Erlebnis. Das Wetter dort ist sehr beeindruckend, viel mehr Energie in der Luft und auch viel dynamischer. Fliegerisches Highlight war mit 28 Metern Spannweite zwischen Kalahari und Wüste eine lange Wolkenstraße entlang zu fliegen und den Sonnenuntergang aus dem Flieger anzuschauen", ergänzt Weitz. Großes spannendes Fluggebiet mit wenigen Landemöglichkeiten für Segelflugzeuge Das Fluggebiet erstreckt sich im Süden bis an die Grenze von Südafrika und im Osten bis nach Botswana hinein. Im Westen ist die Grenze zu der Kalahari Wüste das Limit, weil es in der Kalahari keinerlei Landemöglichkeiten gibt, für den Fall, dass man keine Thermik mehr finden würde. Auch ansonsten sind die Landemöglichkeiten über der Steppen ähnlichen Landschaft rar, weshalb die Flugtaktik an diese spezielle Situation angepasst werden muss. Insgesamt sechsmal konnten die beiden Königsdorfer die magische 1000 km Strecke übertreffen und am besten Tag der Woche flogen beide sogar mehr als 1300 km. "Ein spannendes, äußerst abwechslungsreiches Wetter hatten uns erwartet mit einer Landschaft, so anders von hier, die so viel zu entdecken hat. Die zerklüftete Abrisskante durchzogen von Canyon artigen Strukturen im Westen hinunter zu der Namib Wüste, welche in der Sonne rötlich schimmert. Ich bin unfassbar dankbar an diejenigen, die diese Wahnsinns Erfahrung für junge Piloten zugänglich machen", fasst Herold den Aufenthalt zusammen. "Beeindruckend war auch eine gelbe Kap-Kobra, die wir beim Joggen entdeckt haben", ergänzt Weitz mit einem zwinkerndem Auge.